Chronik

Die Gründerjahre

 

Im Frühjahr 1920 brachten fünf Bliesransbacher Burschen den ersten Fußball ins Dorf, den sie gemeinsam erspart und im nahen Saargemünd gekauft hatten. Es handelte sich dabei um:

Nikolaus KLOPP, Peter BRUCKMANN, Josef SCHMITT, Johann HAUPENTHAL und Nikolaus BIRSTER.

Innerhalb weniger Monate hatte dieser Ball bei der Jugend viel Freude und Begeisterung am Fußballspiel hervorgerufen, und man kam überein, einen Verein zu gründen.

Am 16. August 1920 wurde die Gründungsversammlung einberufen. Im Rahmen dieser Versammlung ging als erster Vorsitzender des Vereins, der sich den Namen „SC Blies Bliesransbach“ gab, Nikolaus Birster hervor. Da man über keinen Sportplatz verfügte, machte man sich im Frühjahr 1921 daran, das Sumpfgelände in der Sauerwiese trocken zu legen und bespielbar zu machen. Da es zu dieser Zeit weder von der Gemeinde noch von Verbandsseite Zuschüsse gab, war man auf die Arbeitskraft der Mitglieder und freiwillige Spenden angewiesen. Nur der Ausdauer und der Kameradschaft der Mitglieder war es zu verdanken, dass am Sonntag vor Pfingsten 1921 der Sportplatz für die Einwehung und das Eröffnungsspiel gegen den VfR St. Arnual fertig gestellt war. Die Partie ging zwar mit 0:18 verloren, jedoch ließ man den Kopf nicht hängen, man hatte ja nun einen Platz, auf dem man lernen konnte. Im Jahr 1925 spielten bereits 5 Mannschaften, darunter 2 Jugendmannschaften, und die Mitgliederzahl stieg bereits auf 85.

Ein erster Erfolg war die Erringung der Meisterschaft durch die 2. Mannschaft im Spieljahr 1926/27 in der Gruppe St. Ingbert, womit man in die A-Klasse Saarbrücken aufstieg, aus der man 2 Spielzeiten später aber wieder absteigen musste. Die folgenden Jahre brachten dann wechselnde Erfolge.

 

 

Der 2. Weltkrieg und die Nachkriegsjahre

 

Am 9. Januar 1938 wurde auf Drängen des Reichsbundes für Leibesübung die beiden Sport treibenden Vereine, SC Blies und TuS Bliesransbach, zusammengeschlossen. Man einigte sich auf den Namen „Turn- und Sportverein Bliesransbach“. Das Vereinslokal war nun die Turnhalle. Vorsitzender war Paul Niederländer und sein Stellvertreter Johan Wittling. Der größte Verlust war der tödliche Verkehrsunfall von Johann Wittling, der 1938 den Auftrag erhalten hatte, einen Spieler, der nach Brebach gezogen war, zum Spiel zu bestellen.

Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde der Spielbetrieb eingestellt und ab 1941 wieder mit einer Mannschaft aufgenommen. Diese Mannschaft setzte sich aus älteren Spielern, Kriegsurlaubern und Jugendlichen zusammen. Verbandsspiele wurden gegen lothringische Vereine ausgetragen. Weil auf unserem Sportplatz Baracken aufgestellt waren, mussten die Heimspiele in Bliesgersweiler ausgetragen werden. Ab 1943 ruhte der Spielbetrieb völlig.

Ende des 2. Weltkrieges befand sich der Verein in einer besonders schwierigen Situation. Bedingt durch die Kriegsereignisse und zweimalige Evakuierung fanden die Heimkehrer ihr Dorf zu 70 Prozent zerstört vor. Auf dem Sportplatz standen Baracken und die Turnhalle war unbrauchbar. Zudem hatte der Krieg große Lücken in den Reihen der Aktiven hinterlassen. Mit frischen Kräften machte man sich ans Werk, konnte die Sportplatzanlage wieder notdürftig herrichten und den Spielbetrieb 1946 wieder aufnehmen. Unter den Namen „Volkssportverein“ und später „Spogesa“ (Sport- und Gesangsverein) wurde Fußball gespielt. Die sportliche Aktivität wurde dabei groß geschrieben und die 1. Mannschaft konnte im Spieljahr 1947/48 die Meisterschaft der 2. Kreisklasse erringen. Außerdem gewann die Schülermannschaft 1949 die Gruppenmeisterschaft.

 

 

Die 50er Jahre

 

Aufkommende Spannungen zwischen der Fußball- und Turnabteilung führten Ende 1951 zum Austritt bzw. Eigenständigkeit der Fußballer im Mai 1952. Im Gasthaus Haupenthal fand die Gründungsversammlung statt und man legte sich wieder den alten Namen „SC Blies Bliesransbach“ zu. In der Saison 1951/52 spielten 2 aktive Mannschaften und zunächst nur eine Jugendmannschaft. Mit den beiden aktiven Mannschaften spielte man bis zur Saison 1956/57 in der 2. Kreisklasse, Gruppe Saarbrücken. Dabei belegte die 1. Mannschaft immer einen vorderen Tabellenplatz. Die Tabellenstände der Spielzeit 1956/57 waren entscheidend für die Klassenzugehörigkeit ab August 1957. Die 1. Mannschaft schaffte deshalb den Sprung in die neu geschaffene B-Klasse Südsaar. In dieser Klasse etablierte man sich dann viele Jahre lang. Da der Sportplatz in der Sauerwiese zwischenzeitlich in die Jahre gekommen und in einem schlechten Zustand war, wurde der Platz, auf Betreiben des damals frisch gewählten Bürgermeisters, Hermann Bubel, wieder neu hergerichtet. Außerdem nahm Hermann Bubel die Schenkung eines Grundstückes vor, welches die westliche Hälfte des heutigen Sportplatzes darstellt. Die Renovierungsarbeiten begannen im Herbst 1^956 und waren bis Mai 1957 abgeschlossen. Zu erwähnen ist dabei, dass die ganze Spielsaison 1956/57 über die Spiele alle auswärts ausgetragen werden mussten. 19598 wurde erstmals eine Beleuchtungsanlage mit 4 Lampen installiert, die den Spielern die Möglichkeit gab, auch in den Herbst- und Wintermonaten auf dem Platz zu trainieren. Die Mitgliederzahl stieg Ende der Fünfziger auf 150, darunter befanden sich 40 Jugendliche.

 

 

Die 60er und 70er Jahre

 

1963/64 konnte die 1. Mannschaft die Meisterschaft in der B-Klasse Saarbrücken erringen, musste jedoch ein Jahr später wieder aus der neuen Spielklasse absteigen. Zur Meistermannschaft gehörten die Spieler und Verantwortlichen Erwin Kany, Hermann Koch (Moritz), Thomas Loosen, Oßwin Bruckmann, Arnold Schwartz, Hermann Koch, Albert Birster, Leonhard Becker, Erwin Becker, Elmar Ollinger, Edwin Haupenthal, Ewald Freude, Hans-Jürgen Bähr, Werner Kany und Sigisbert Kany.

1965 wurde anlässlich der Feierlichkeiten zum 45jährigen Jubiläum eine neue Umkleide- und Duschanlage ihrer Bestimmung übergeben. 1966 wurde schließlich aus rein eigenen Mitteln eine neue Flutlichtanlage installiert. 1968 errang die 1. Mannschaft den „Halberg-Pokal“ vergleichbar mit einem Amtspokal. Im November 1970 wurde dann mit der Renovierung des Sportplatzes begonnen. Die Einweihung der Anlage, wie sie bis 2003 Bestand hatte, erfolgte am 8. Mai 1971. Des Weiteren wurde 1972 die neue Schulturnhalle ihrer Bestimmung übergeben, was sich ein erheblicher Fortschritt für die aktiven Mannschaften vor allem beim Wintertraining war. Bis Mitte der Siebziger schnitten die aktiven Mannschaften durchweg gut ab. Den Vogel schossen die Aktiven allerdings 1976 ab, als sie mit beiden Teams eine Doppelmeisterschaft feiern und in die Bezirksliga aufsteigen konnten.

 

 

Die sportlich erfolgreichsten Jahre

 

In der Bezirksliga spielte man dann lange Jahre gut mit, ehe man 1984 wieder den Rückweg in die Kreisliga A antreten musste. Das Spieljahr 1987/88 sollte als weiterer Höhepunkt in die Vereinsgeschichte eingehen. Trainer Albert Kempf und die Mannschaft ließen von Beginn an keine Zweifel daran aufkommen, wer nach Beendigung der Runde Meister werden würde. In überzeugender Manier schafften beide aktiven Mannschaften die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga Süd.

Zum Meisterteam 1987/88 der 1. Mannschaft gehörten folgende Spieler und Verantwortliche: Fred Göllen, Thomas König, Michael Weimerich, Uwe Birster, Rüdiger Bruckmann, Andreas Konzan, Karsten Schmitt, Günter Hampel, Walter Kany, Markus Schnepp, Berthold Ammer, Frank Altpeter, Eckehard Schmitt, Rainer Lang, Klaus Bürster, Trainer Albert Kempf sowie der 1. Vorsitzende Emil Schoendorff.

Zum Meisterteam 1987/88 der 2. Mannschaft gehörten folgende Spieler und Verantwortliche: Dieter Schuler, Winfried Breyer, Markus Keller, Michael Dittgen, Christian Schmitt, Andreas Keßler, Martin Bur, Franz Hurth, Kai Kempf, Holger Becker, Michael Keßler, Andreas Thies, Andreas Lang, Philipp Vogelgesang, Ekkehard Schmitt, Eric Holz, Johannes Bur, Rainer Lang sowie Trainer Albert Kempf, der 1. Vorsitzende Emil Schoendorff und Betreuer Paul Mohr.

Viele Trainerwechsel und Unstimmigkeiten im Vorstand führten zum Einen dazu, dass die Mannschaft total verunsichert war und deshalb der Abstieg nur knapp vermieden werden konnte. Zum Anderen trat 1990 der komplette Vorstand zurück.

1990 hatte man auf sportlichem Gebiet mit Trainer Frank Röser einen guten Griff getan. Er verstand es, die Mannschaft zusammenzuhalten und zu stabilisieren, was zur Folge hatte, dass man immer vordere Plätze belegen konnte. Als Nachfolger von Frank Röser wurde dann 1995 Volker Görgen verpflichtet, der es auf Anhieb schaffte, die gute Vorarbeit des Vorgängers aufzunehmen und zu einem guten Abschluss zu führen. Am Ende der Spielzeit 1995/96 stand die 1. Mannschaft als Meister und die 2. Mannschaft als Vizemeister fest.

Zum Meisterteam 1995/96 der 1. Mannschaft gehörten folgende Spieler und Verantwortliche: Trainer Volker Görgen, Spielausschuss Eric Holz und die Betreuer Dirk und Jörg Nuß, Berthold Ammer, Michael Dittgen, Kai Kempf, Johannes Bell, Thomas Born, Jürgen Müller, Thomas König, Stefan Siegel, Torsten Görlinger, Christian Wöber, Uwe Freidinger, Andreas Welsch, Markus Schnepp, Philipp Vogelgesang, Christoph Jung und Herbert Oberleuk.

Jetzt trennten sich die Wege der beiden aktiven Mannschaften. Die 1. Mannschaft spielte von nun an in der Landesliga Südwest, was den bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte darstellt, und die 2. Mannschaft spielte eigenständig und aufstiegsberechtigt in der Kreisliga B.

Nach zwei schönen Jahren in der Landesliga musste man aber leider wieder in die Bezirksliga absteigen, wo die Mannschaft aber bis heute immer noch zu finden ist.

 

 

Ein neues Jahrtausend

 

Im Jahr 2003 schulterten die verantwortlichen Personen das bislang größte Projekt in der Vereinsgeschichte. Der alte Hartplatz befand sich in einem desolaten Zustand und war mehr als renovierungsbedürftig. Man hat sich aber dazu entschlossen, keinen neuen Hartplatz, sondern eine Kunstrasenanlage nach modernstem Stand der Technik zu errichten. Hierfür waren viele freiwillige Helfer nötig, die in Eigenleistung einen großen Teil der Arbeiten verrichteten.

Leider mussten auch einige Bäume gefällt werden, um den Laubbefall des Platzes zu vermeiden (Problem mit der Gewährleistung). Mit vereinten Kräften und unter Mitwirkung des Obst- und Gartenbauvereins wurden als Wiedergutmachung 21 neue Bäume auf dem Stockalmet gepflanzt. Beteiligte Pflanzer waren unter anderen Theo Schreiner, Kurt Hartmann, Leonhard Becker, Albert Bähr, Walter Kany, Rainer Scherer, Arnold Schwartz und Rolf Alsfasser.

Außerdem war das Projekt noch ein finanzieller Drahtseilakt. Mit vielen Spenden und mit Unterstützung von Toto und Kommune sowie jeweils ein Darlehen bei der Sparkasse und bei der Volksbank wurde eine Anlage errichtet, die in der Region ihresgleichen suchte. Endlich hatte man einen Platz, der Kindern und Jugendlichen beste Spiel- und Trainingsmöglichkeiten bot und die Verletzungsgefahr aller Spieler minimierte. Damit einhergehend musste die 1. Mannschaft bis zum Jahr 2010 der verfehlten Jugendarbeit zwischen 1985 und 1995 Tribut zollen. Viele Spieler erreichten den Alterszenit und junge Spieler gab es nicht. Bedingt dadurch hatten sie in den letzten Jahren große Mühen, die Klasse zu halten, was jedoch mit viel Glück gelang.

 

 

Gasthaus Kessler

die Traditionswirtschaft mitten in Bliesransbach

Vereinsanschrift

SC Blies e. V. 1920, offizielle Website

1. Vorsitzender

Michael Becker
Finkenweg 1
66271 Kleinblittersdorf

Kontakt

Telefon: 06805 218074

Mobil: 017648867000 017648867000

E-Mail: michael.becker@scblies.de

www.scblies.de

 

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